Der Vulkan Sangay

Vulkan Expedition in den Anden Ecuadors

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Der 271.000 ha große Nationalpark Sangay wurde 1979 gegründet, und umfaßt Teile der Provinzen Chimborazo, Morona Santiago und Tungurahua. Innerhalb seiner Grenzen befinden sich drei Vulkane, von denen zwei immer noch aktiv sind. Der Tungurahua (5.016 m), der gerade in den letzten Monaten wieder eine verstärkte Aktivität gezeigt hat, bietet den Beobachtern ein wunderbares Schauspiel. Der Sangay (5.230 m) liegt am Rande des Urwalds und ist einer der aktivsten Vulkane der Welt. Und schließlich der Altar (5.320 m), der schon seit langem erloschen ist. Da der Nationalpark von der Ostkordillere der Anden bis weit in den Dschungel hinab reicht, bietet er eine einzigartige Vielfalt an verschiedenen Landschaften und Klimazonen. Subtropischer Regenwald geht in Bergnebelwald über, gefolgt von Bergwald gemischt mit andinen Graslandschaften. Über kalte Hochmoore gelangt man in die Stein- und Aschelandschaften der Hochanden und schließlich zum ewigen Eis der Gipfelgletscher der mächtigen 5.000er.

Der Sangay ist einer der daueraktiven Vulkane der Welt. Er erhebt sich abrupt aus dem Urwald und erreicht eine Höhe von 5.230 m. Seine Fumarolentätigkeit und seine Aschenausbrüche, die oftmals einen riesigen Pilz bilden, sind über die Jahre sein typisches Kennzeichen geworden und von den nahegelegenen Bergen können nachts die Lava-Auswürfe als unvergessliches Erlebnis beobachtet werden. Der Weg ist schwierig, Sie überqueren Flüße, Sümpfe und Bergkämme bis zum Basislager, das unter dem Namen La Playa bekannt ist. Eine ausgezeichnete körperliche Kondition ist daher absolut unerlässlich, obgleich das Gepäck mit Pferden oder Trägern transportiert wird. Die Landschaft ist wunderschön und der gigantische Sangay in Eruption ist beeindruckend. Stellen Sie sich vor, welch unvergessliches Abenteuer es sein wird, diesen Vulkan zu besteigen!

Überblick
Tag 01: Quito – Riobamba - Eten
Tag 02: Fluß Escaleras
Tag 03: Plazabamba
Tag 04 Sangay – La Playa
Tag 05: Sangay
Tag 06: Sangay – Plazabamba
Tag 07: Plazabamba – Rio Ilapo
Tag 08: Eten – Riobamba – Quito

Detaillierter Reiseverlauf:

Tag 01: Quito – Riobamba - Eten
Sie fahren von Quito durch die berühmte Straße der Vulkane südliche durch Latacunga, Salcedo und Ambato nach Riobamba. Von dort aus nehmen Sie kleine Landstraßen zu dem Ort Licto und weiter durch weite andine Täler in das Indiodorf Eten. Abhängig von der Ankunftszeit, werden Sie in Eten übernachten oder schon zu Ihrem ersten Zeltlager wandern (ca. 2 Stunden). Auf Ihrem Weg sammeln Sie erste Eindrücke über das Leben der indigenen Bevölkerung, die in dieser Region noch nach traditionellen Methoden Landwirtschaft betreiben. Übernachten werden Sie bei Eten, entweder im Zelt oder in einer Hütte. -/M/A

Tag 02: Fluß Escaleras
Nachdem die Ausrüstung auf Packpferde geladen worden ist, führt Sie Ihr Weg an den letzten bestellten Feldern und Weiden vorbei hinaus aus der Zivilisation und hinein ins Abenteuer. Nach einer etwa 7-stündigen Wanderung entlang der Quebrada Azashuaycu erreichen Sie die als Escaleras bekannte Ebene, wo Sie Ihr Lager errichten werden. Auf dem Weg wandern Sie an Hügeln vorbei, überqueren Moore und kleine Flüsse. Mit etwas Glück haben Sie von Ihrem Lager aus eine großartige Sicht auf den Chimborazo, Ecuadors höchster Berg mit 6.310 m. F/M/A

Tag 03: Plazabamba
Sie setzen Ihre Wanderung durch das Andenhochland in südöstlicher Richtung fort. Der Weg führt Sie in einem ständigen Auf und Ab über Flüsse und Täler immer höher bis hin zu der nach dem gleichnamigen Fluß benannten Ebene Plazabamba. Nach etwa 7 Stunden erreichen Sie Ihren nächsten Lagerplatz auf der Ebene. Wenn das Wetter gut ist, können Sie vielleicht schon die ersten Eruptionen beobachten. F/M/A

Tag 04: Sangay – La Playa
Auch heute wandern Sie weiter in Richtung Urwald und sollten mit etwas Glück eine spektakuläre Sicht auf die Landschaft und den Sangay mit seinen ständigen Eruptionen haben. Das Gelände wird zunehmend schwieriger. Sie überqueren mehrere Flüsse, klettern Hügel hinauf und hinab und die Vegetation nimmt merklich den Charakter des Hochlandparamos (Andenhochland) an. Nachmittags erreichen Sie das Basislager La Playa an den südwestlichen Flanken des Vulkans auf 3.600 m Höhe. F/M/A

Tag 05: Sangay
Gegen 3:00 Uhr morgens brechen Sie noch in der Dunkelheit zum Gipfel des Sangay auf, den Sie mit etwas Glück in etwa 6-7 Stunden erreichen werden. Zuerst wandern Sie zu „La Ventana“ (Das Fenster), wo Sie eine fantastische Sicht auf den Vulkan über Ihnen haben und den Amazonas-Regenwald im Osten unter Ihnen. Der Gipfelerfolg hängt dabei vor allem von der Stärke der Vulkanaktivität ab, die Sie zur vorzeitigen Umkehr zwingen könnte. Während Sie am Berg sind, werden Sie immer wieder die immense Naturgewalt des Vulkans spüren, die sich in ständigen Beben und Eruptionen äußert. Ein Erlebnis der ganz besonderen Art! Am späten Nachmittag erreichen Sie das Lager La Playa. F/M/A

Tag 06: Sangay – Plazabamba
Auf Ihrem Rückweg, vor der eindrucksvollen Kulisse des mächtigen Vulkans, durchqueren Sie noch einmal die Landschaft, die dieser Berg über die Jahrtausende hinweg geprägt hat. Nach etwa 7-8 Stunden erreichen Sie wieder Ihren Lagerplatz Plazabamba. Auf dem Weg halten Sie Aussicht nach dem scheuen Tapir, welcher oft in der Gegend gesichtet wird. F/M/A

Tag 07: Plazabamba – Rio Ilapo
Sie setzen Ihren Rückweg fort, wobei Sie ein letztes Mal die Gelegenheit haben, die nahezu unberührte Naturschönheit der Region zu geniessen. Vielleicht haben Sie heute sogar das Glück, einen der scheuen Bewohner dieser rauhen Wildnis zu sehen, z. B. einen andinen Wolf, Brillenbär oder sogar einen Puma. Nach etwa 7-8 Stunden Wanderung schlagen Sie Ihr letztes Lager auf. F/M/A

Tag 08: Eten – Riobamba – Quito
Eine letzte Wanderung von etwa 2 Stunden bringt Sie nach Eten, wo Sie das Auto erwartet, welches Sie zurück in die Zivilsation bringt. Sie fahren über Riobamba zurück nach Quito, wo Sie am späten Abend eintreffen. F/M/-

F: Frühstück / M: Mittagessen / A: Abendessen


Preise 2010 pro Person:
8 Tage kontakt
Mit 2 Teilnehmern:
1.745 €

Im Preis inbegriffen: Private Transfers, englischsprechender Führer, Verpflegung wie oben erwähnt, Ausrüstung für das Lager (Kochzelt, 2-Personen-Expeditionszelte, Toilettenzelt), Tische, Stühle, Küchenutensilien usw., Koch, Maultiere, Nationalparkgebühr

Nicht im Preis inbegriffen: Internationaler Flug, Unterkunft und Mahlzeiten in Quito, internationale Flughafengebühr Quito (USD 43.-), Schlafsack, persönliche Ausrüstung, persönliche Ausgaben, Trinkgelder, Reise-versicherungspaket.

Was Sie mitbringen sollten: Schlafsack, Sonnenbrille, Sonnenschutz, Regenkleidung, Taschenlampe, Hut, Trekkingschuhe (steigeisenfest), Feldflasche, Kamera und Film (100 ASA)

Das Programm kann variieren bedingt durch das Wetter, die vulkanische Aktivität des Sangay und/oder Änderungen der Nationalparkregeln.

Hinweis: Alle unsere Reisen verstehen sich als Vorschläge und können individuell ausgearbeitet sowie nach Ihren Wünschen zusammengestellt werden.