Die Flora und Fauna von Ecuador

Ecuador ist eines der Länder mit der vielfältigsten Flora und Fauna der Welt. Jede der vier Regionen Ecuadors, Anden, Regenwald, Küste und die Galapagos Inseln, sorgt für einen wahren Reichtum an verschiedenen Lebensräumen, Ökosystemen und Tierwelten. 

Fauna 

Ecuador ist Heimat von 1600 verschiedenen Vogelarten, welches zweimal soviel ist wie in Nordamerika und Europa zusammen. Das ganze Jahr über können Birdwatching-Touren unternommen werden und jedes Ökosystem offeriert seine ganz eigene Vogelwelt. Der berühmteste Vogel Ecuadors ist sein Wappentier, der Anden-Kondor, welcher mit einer Flügelspanne von drei Metern einer der größten, fliegenden Vögel der Welt ist. Heute sind nur noch ein paar Hundert in den ecuadorianischen Anden zu Hause und einen Kondor zu Gesicht zu bekommen ist ein ganz besonderes Erlebnis. Ein weiterer majestätischer Vogel im Anden-Hochland ist der Streifenkarakara, welcher der Familie der Falken angehört und mit seinem leuchtend, orangen Gesicht, gelblichem Schnabel und weiß-schwarzen Flügeln und Körper einen imposanten Anblick abgibt. Er wird häufig im Cotopaxi Nationalpark gesehen. Außerdem gibt es in Ecuador 120 verschiedene Kolibri-Arten, so viel wie fast nirgends sonst. 

Weiter leben in dem kleinen Andenstaat 300 verschiedene Säugetierarten. Eine besondere Vielfalt gibt es unter den Affen, die vor allem im Cuyabeno Wildreservat, Yasuni Nationalpark, Amazonas-Tiefland und im Cotacachi-Cayapas Nationalpark beobachtet werden können; unter anderem Brüllaffen, Kapuzineräffchen, Totenkopfäffchen, Seidenaffen und Tamarine. 

Affe

Ebenfalls im Amazonas Gebiet von Ecuador zu beobachten sind das tagaktive Dreifinger-Faultier und das nachtaktive Zweifinger-Faultier, die in der Regel in den Bäumen des Regenwaldes herumhängen. Auch rosafarbene Süßwasser-Delphine können im Cuyabeno Wildreservat beobachtet werden und mit ein bißchen Glück auch Ocelote, Jaguare, Tapire, Pumas und Kaimane. Hinzu kommen an die 1000 verschiedene Fischarten, wie Piranhas, Zitteraale, Stachelrochen und eine Vielzahl an Insekten, sowie Reptilien. In Ecuador allein gibt es 4500 Arten von Schmetterlingen und 460 Amphibienarten. 

Das Andenhochland ist nicht ganz so artenreich wie der Amazonas von Ecuador. Hier können Hochwild, Kaninchen, der Andenfuchs, Lamas, Vicunas, Ameisenbären, Gürteltiere, Agutis, Wasserschweine, Wildschweine und Otter gesehen werden. Mit ein bißchen Glück vielleicht sogar der Anden Brillenbär.

 Llamas

Flora

Genauso vielfältig wie die Tierwelt ist auch die Pflanzenwelt von Ecuador und lässt sich in verschiedene Lebensräume aufteilen. 

Der Paramo ist die typische Landschaft des Anden-Hochlandes und ist geprägt von nassem, moorigem Boden und einem rauen Klima. Dieser Landschaftstyp, welcher nur im Hochland zwischen Costa Rica und Nord Peru zu finden ist, ist Heimat von Polsterpflanzen, steifen Gräsern und verschiedenen Krautpflanzen, die sich speziell an das hier herrschende Klima angepasst haben. Sie sind klein, kompakt und nah am Boden. Eine Ausnahme sind die großen Espeletia, die aufgrund ihrer Form den Spitznamen frailejones (grauer Mönch) haben. Die Espeletia ist im El Angel Nationalpark anzutreffen. Eine weitere typische Pflanze des Paramos sind die verschiedenen Polylepsis Bäume. 

Paramo

Der Regenwald steht für ein saftiges Grün und feuchtes Klima. Lianen hängen von den Bäumen herunter, deren gigantische Blätter riesig, wachsig und dick sind. Typisch ist das tropische Hartholz und die massiven Wurzeln der Würgefeige, die die nebenstehenden Bäume umschlingen. Der Großteil der Flora im Regenwald befindet sich allerdings nicht auf dem Boden, der an manchmal stellen ziemlich karg ist, sondern in den Baumkronen. Von einem Aussichtsturm lässt sich die ganze Pracht bewundern. 

Die Mangroven-Sümpfe und der tropische Trockenwald sind ebenfalls zwei typische Lebensräume, die in der Küstenregion Ecuadors vorkommen. Das besondere an den Mangroven ist, dass sie im Salzwasser leben können. Die rote Mangrove ist die am meisten vorkommende Mangroven-Art in Ecuador. Ihre stelzenartigen Wurzeln geben ihr die nötige Stabilität in dem weichen Küstenboden. Außerdem binden die Wurzeln die Sedimente und schaffen einen nährstoffreichen Boden, der Lebensraum für Fische, andere Pflanzen, Weichtiere, Krustentiere und andere wirbellose Tiere bietet. In den Zweigen der Mangroven halten sich Seevögel, Fregatt-Vögel und Pelikane auf. Die größten Mangroven befinden sich in dem Öko-Reservat Cayapas Mataje. Große Flächen der Mangroven-Wälder sind den Shrimpfarmen zum Opfer gefallen, aus diesem Grund findet man die meisten Wälder nur noch ganz im Norden oder im Süden der ecuadorianischen Küste. 

Der tropische Trockenwald ist ein Lebensraum, der nur noch ganz selten ist. Hauptsächlich ist er in den heißen Küstenregionen nahe des Machalilla Nationalparks und im Südwesten der Provinz Loja, auf dem Weg nach Macará zu finden. Typisch für den Trockenwald ist der Kapokbaum, dessen Merkmale der gewaltige Stamm und die weißen, glühbirnenförmigen Blüten sind. 

Kapokbaum


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