Die Tierwelt der Galapagosinseln

Es gibt kaum einen anderen Ort auf der Welt, an dem es leichter oder genauso leicht ist, Tiere aus nächster Nähe in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten.

Die tierischen Bewohner von Galapagos sind berühmt für ihre nicht vorhandene Menschenscheu. Sie sehen den Menschen nicht als eine Bedrohung an, obwohl sie in der Geschichte der Galapagosinseln auch unter den Menschen gelitten haben. Für Besucher der Galapagosinseln ist es ein einzigartiges Erlebnis zwischen den in den Sonne dösenden Seelöwen, Landleguanen sowie den brütenden Vögeln herum zu spazieren. Besonders die Jungen der Seelöwen sowie die Darwinfinken können mitunter sehr neugierig werden, manche Tiere können aber auch bei zuviel Nähe und Aufdringlichkeit einmal aggressiv reagieren. Es sind und bleiben freie Raubtiere. Früh am Morgen und am Nachmittag bieten sich dem Besucher die besten Möglichkeiten die Tiere zu sehen. In der Mittagshitze gehen die meisten Tiere auf Nahrungssuche im Meer und dösen im Schatten unter den Büschen und Felsen.

 

Säugetiere

Es gibt nur vier Säugetierarten auf den Galapagosinseln, welches damit zu erklären ist, dass es nie eine Verbindung zum Festland gegeben hat und so die Säugetiere nicht übersiedeln konnten. Zu diesen vier Säugetierarten gehören auch die Galapagos-Reisratte, auf Santa Fe und Fernandina heimisch, und die Galapagos-Fledermaus, welche die Besucher aber kaum zu Gesicht bekommen.

Die Seelöwen sind die am weitesten verbreitete Säugetierart auf den Galapagosinseln und sie sind auf allen Inseln zu finden. Auf den Plaza Inseln gibt es große Kolonien von Seelöwen. Eine Besonderheit findet sich auf den Inseln Plaza Sur und Rábida, dort gibt es Kolonien mit ausschließlich Junggesellen und Alten, die bei der Partnerverteilung leer ausgegangen sind. Die Galapagos-Pelzrobbe - auch bekannt als Galapagos-Seebär - ist nur selten zu sehen. Sie hält sich in schattigen Felsnischen und kleinen Grotten auf. Die besten Chancen haben Besucher an einer Grotte bei der James Bay auf Santiago. Die Anwesenheit des Galapagos-Seebären hat das Archipel dem kalten Humboldtstrom zu verdanken.

Lobo Marino 

Reptilien

Es gibt neun verschiedene Reptilienarten auf Galapagos. Eine Art sind die berühmten Riesenschildkröten, welche auch Namensgeber für das Archipel sind. Außer auf den Galapagosinseln sind die Riesenschildkröten nur noch im Adabra-Atoll im Indischen Ozean anzutreffen. Es leben noch 11 Arten von ursprünglich 14 auf den Inseln. Durch die Arbeit der Aufzuchtstationen leben zur Zeit um die 25.000 Exemplare auf Isabela, Santa Cruz, San Cristóbal, Española, Santiago und Pinzón. Die Riesenschildkröten, die bis zu 500 Pfund schwer werden und 150 Jahre alt werden können, lassen sich von Insel zu Insel in ihrer Panzerform und Größe unterscheiden.

Die Landleguane gehören mittlerweile zu den gefährdeten Tieren des Archipels. Sie sind in denTrockenzonen der Inseln Plaza Sur, Santa Cruz, Baltra, Seymour, Isabela und Fernandina zu finden. Die Männchen haben eine gelbliche Farbe und die Weibchen sind graubraun.

Weit verbreitet auf den Galapagosinseln sind die Meerechsen, die sich an den Küsten aller Inseln aufhalten. Die schwarzen Minidrachen können kilometerweit schwimmen. Das überschüssige Salz, welches sie aus dem Meer aufnehmen, scheiden sie über eine Drüse wieder aus, welches für den Beobachter wie ein Niesen oder Spucken aussieht. Auf Española gibt es eine Art der Meerechsen, die sich in ihrem Aussehen von den anderen unterscheidet. Sie haben rote und orange Flecken.

Lava-Echsen sind in den Trockenzonen auf fast jeder Galapagos Insel zu finden. In der Regel sehen die Besucher eine Art der Lava-Echsen, die auf jeder Insel vertreten ist. Es gibt noch sechs weitere Arten, diese sind aber endemisch und nur auf bestimmten Inseln anzutreffen.

Weiterhin gibt es fünf verschiedene, endemische Gecko-Arten und mehrere Unterarten der Dromicus-Schlange, die Besucher aber nur selten zu Gesicht bekommen.

 Iguana

Vögel

Die Galapagosinseln sind ein wahres Paradies für Vogelliebhaber. Es gibt 19 Arten von Seevögeln, von denen fünf endemisch sind. Hinzu kommen 40 Land- und Watvogelarten, von denen 23 endemisch sind.

Der Albatros ist eine Berühmtheit unter den Seevögel und mit einer Flügelspannweite bis zu 2,40 m ein beeindruckender Anblick. Er ist der größte Vogel der Galapagosinseln und der tropischen Gewässer des östlichen Pazifiks. Der Punta Suarez auf der Insel Española ist der einzige Ort auf Galapagos, an dem der Albatros beim Brüten beobachtet werden kann (zwischen April und Juni) und auch die zum Teil halsbrecherischen Start- und Landemanöver gesehen werden können, ein wahres Spektakel.

Die Blaufußtölpel sind die am weitesten verbreiteteten Vertreter der Tölpel-Familie auf Galapagos. Ihr Markenzeichen sind die leuchtend blauen Watschelfüße und so trottelig sie an Land wirken, so meisterlich sind sie in der Luft, wahre Luftakrobaten. Die Maskentölpel sind etwas größer als ihre Verwandten mit den blauen Füßen und sind an ihrer schwarzen Maske und dem dunklen Gefieder erkennbar. Die kleinsten Tölpel sind die Rotfußtölpel, die wie der Name schon sagt, knallrote Füße haben. Sie sind nur auf den Inseln San Cristóbal, Genovesa, Wolf und Darwin zu sehen.

Binden- und Prachtfregattvögel sind die Piraten der Lüfte von Galapagos. Sie halten sich vorwiegend auf San Cristóbal, Isabela, Seymour und Genovesa auf. Sie klauen anderen Vögeln noch in der Luft ihre Beute, wobei ihnen eine Flügelspannweite von zwei Metern nicht ungelegen kommt. Die Binden- und Prachtfregattvögel halten sich wenig im Wasser auf, da ihr Gefieder nicht wasserabweisend ist. Auffällig ist der knallrote Kehlsack der Fregattvogel-Männchen, den sie während der Balz stolz zur Schau stellen.

Ein weiterer Vertreter der Vogelwelt ist der flugunfähige Kormoran, auch Galapagos Scharbe genannt. Er ist endemisch und nur an den abgeschiedenen Lava-Küsten von Isabela und Fernandina anzutreffen.

Der Galapagos-Pinguin, ebenfalls endemisch, ist der zweitkleinste seiner Art in der südlichen Hemisphäre. Kolonien des Galapagos-Pinguins befinden sich auf Isabela und Fernandina, aber auch an der Sullivan Bay auf Bartolomé und am Chinese Hat können sie gesehen werden. Der vorbeifließende kalte Humboldtstrom ermöglicht den Pinguinen den Aufenthalt auf Galapagos.

Weitere Seevögel sind der Braune Pelikan, die Gabelschwanzmöwe, der Rotschnäblige Tropikvogel, der Madeira-Wellenläufer, der Audubon-Sturmtaucher und die Noddi-Seeschwalbe.

Zu den Land- und Watvögeln gehören der Amerikanische Austernfischer, die Bahama Ente, der Regenbrachvogel, der Amerikanische Graureiher und die Darwinfiken. Der auffälligste unter den Landvögel ist der Galalagos-Bussard und der Star unter den Watvögeln ist der Flamingo.

Fink 

Meerestiere

Hervorgerufen durch die verschiedenen Meeresströme, trifft man rund um die Galapagosinseln auf eine einzigartige Unterwasserwelt. Rund 300 Fischarten sind hier heimisch, fünf von denen sind endemisch auf Galapagos. Während eines Schnorchel- oder Tauchgangs treffen die Besucher auf die ungefährlichen Weißspitzenhaie, im Norden von Galapagos, vor allem um die Insel Wolf, auf Hammerhaie und auch Galapagos-Haie können gesehen werden. Schwarz- und Silberspitzhaie sind eher selten zu sehen. Insgesamt leben 37 Haiarten in den Gewässern um die Galapagosinseln.

Auch Manta-, Adler-, Kuhnasen- und Stachelrochen gehören zu den Bewohner der Galapagos-Meere. Manta-Rochen, die eine Spannweite bis zu fünf Metern haben, können vor allem in der Mangrovenbucht im Norden von Santa Cruz beobachet werden.

Ebenfalls im Wasser tummeln sich Meeresschildkröten und manchmal sogar Delfine. Die Rote Klippenkrabbe kann am besten auf den schwarzen Basaltlava-Gesteinen an den Küsten der Inseln gesehen werden. 

Tortuga


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