Die Flora der Galapagosinseln

Flora auf Galapgaos

700 heimische Pflanzenarten können auf den Galapagos Inseln, von denen 250 endemisch sind, gefunden werden. Leider wurden auch 500 Arten von Fremdpflanzen durch die Menschen eingeführt, die eine Gefahr für die einheimischen Pflanzen darstellen, da die Fremdpflanzen viel stärker im Kampf um Sonnenlicht, Nahrung und Wasser sind.

Auf den Galapagosinseln gibt es 6 verschiedene Vegetationszonen, abhängig von der Höhenlage:

  1. Der Küstenbereich, welcher bis zu 20 Höhenmetern reicht, mit salzwasserresistenten Pflanzen.
  2. Die Trockenzone bis zu einer Höhe von 100 Metern mit einer, während der Regenzeit, grünen Buschlandschaft.
  3. Die Übergangszone auf einer Höhe von 150 Metern bis 300 Metern. Hier herrscht ein neblig, feuchtes Klima.
  4. Die Scalesia-Urwaldzone, welche auf 250 Metern bis 600 Metern liegt, ist das ganze Jahr über grün und es herrscht ein regnerisches Klima.
  5. Die Meconia-Gestrüppzone befindet sich auf einer Höhe von über 700 Metern und gibt es nur auf Santa Cruz und San Cristobal.
  6. Die Pampa-Graszone, gibt es nur in den höchsten Insellagen.



Im direkten Küstenbereich wachsen vor allem Mangroven, welche zu den Atem- und Stelzwurzelgeflechten gehören. Auf Galapagos gibt es die Weiße, Schwarze, Rote und Knopf Mangroven. Aber auch der Salzbusch, das Kleine Bockshorn, die Strandwinde und der Strandhafer sind im Spritzwasserbereich zu finden. Besonders beeindruckend sind die Sesuvium Flechte auf den Plazas Inseln, die sich mit dem Regen rot färben.

Im Wasser- und nährstoffarmen Küstenbereich wachsen die Wahrzeichen der Galapagosinseln, die Opuntiakakteen. Sechs endemische Arten der bis zu neun Meter hoch werdenden Opuntie (Feigenkaktus) können gesehen werden. In den Feuchtgebieten von Puerto Villamil auf der Insel Isabela befinden sich Säulen- und Kanderlaberkakteen, die bis zu sechs Meter hoch werden. Auf den nackten Felsen der mondartigen Landschaft von Bartolomé wächst als einzige Pflanze der Lavakaktus. Aber vor allem wächst in der küstennahen Trockenzone der Palo-Santo Baum oder auch „Heiliger – Stock genannt. In der Gegend findet man häufig ganze Wälder, in denen es nach Weihrauch riecht. Diesen Duft strömt das aromatische Harz des Palo-Santo-Baums aus, der zu den Weißgummi- oder Balsambäumen gehören. In den trockenen Monaten ist der Palo-Santo Baum blätterlos, während er in der Regenzeit hellgrüne Blätter trägt.

In den feuchteren Höhenlagen (150-300 Meter) ist die Landschaft geprägt von Korallenbäumen, Bartflechten, Lebermoose und Epiphyten. Für die meisten ist die Übergangszone kaum  von der Scalesia-Zone zu unterscheiden. In beiden Zonen wachsen Galapagos-Guaven, Galapagos-Passionsblumen, Tillandsi, Misteln und Nesseln. In den Hügeln auf 200 Metern bis 600 Metern, wo es regnerisch ist, befinden sich Bromelien und Farne, die umgeben sind von Scalesia-Wäldern. Insgesamt gibt es hier 16 auf den Galapagos Inseln endemische Baum- und Buscharten dieser Korbblütler. Die Scalesia-Zone ist die fruchtbarste Region auf den Galapagosinseln, deswegen gibt es hier viel Landwirtschaft, vor allem auf Santa Cruz und San Cristóbal. Die tropische Landschaft ähnelt sehr der auf dem Festland. An den Südseiten der Inseln beginnen beide Zonen aufgrund der vielen Wolken und Winde sehr viel tiefer. So bekommen Besucher während der Fahrt über Santa Cruz vom Flughafen zur Bootsanlegestelle einen Einblick in diese Landschaft.

Im Bergland der Galapagos-Inseln befinden sich die Miconia- und Pampa-Zone auf über 500 Metern. Die Landschaft ist geprägt von Miconia-Büschen, Guaven, Chinarindenbäumen, Baumfarnen, Bärlappgewächsen, Wasserfarnen, Torfmoosen, 29 verschiedene Arten Sumpf- und Elefantengräsern sowie Süßgräsern. Es ist eine regenreiche Grünzone, die auf den Inseln San Cristobal, Santa Cruz und Isabela zu finden ist. Hier in der Pampa-Zone leben der seltene Galapagos-Zwergralle und die buntgeschnäbelte Schnarre.


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