Die Geschichte der Galapagosinseln

Die ersten Menschen auf den Galapagosinseln waren wahrscheinlich die Kulturen Mantenos oder die Huancavilcas. Dafür sprechen Keramiksplitter, die auf Floreana, Santiago und Santa Cruz gefunden wurden. Im Jahr 1485 soll auch der Inka Tupac Yupangui auf den Galapagosinseln Nina Chumpi und Huahua Chumpi gewesen sein.

1535 entdeckte dann der erste Bischof von Panama, Tomás de Berlanga, die Galapagosinseln per Zufall. Auf dem Weg von Panama nach Peru kam er vom Kurs ab und landete auf dem Archipel. Er schrieb einen Bericht über seine Entdeckung an König Charles V von Spanien, in dem er die Riesenschildkröten erwähnte, die letztendlich auch Namensgeber der Inseln sind, erklärte die Inseln aber auch für unbewohnbar, da kein Trinkwasser vorhanden sei.

1546 kam der Spanier Diego de Rivadeneira auf die Inseln und nannte sie die Islas Encantandas (die verzauberten Inseln), da diese damals noch den Ruf der Phantom-Inseln hatten. Auch er kam zufällig auf die Inseln, als er von der Armee desertierte und mit einem gestohlenen Schiff von Peru Richtung Norden fliehen wollte. Rivadeneira fand Trinkwasser auf den Galapagosinseln und erwähnte auch zum ersten Mal den Galapagos-Falken.

1570 wurden die Galapagosinseln als „Inseln der Schildkröten“ in die Weltkarte aufgenommen. Die ersten Karten des Archipels mit groben Details fertigten Piraten im 17. Jahrhundert an. Die Inseln dienten drei Jahrhunderte lang seit ihrer Entdeckung als Versteck und Basis für Wal-, Robbenfänger und Piraten. Sie ernährten sich vorwiegend von den Schildkröten, welches zu einer radikalen Dezimierung dieser und auch Ausrottung einiger Arten führte. Zwischen 1811 und 1844 wurden über 100.000 getötet. 1793 stellte der britische Kapitän James Colnett das berühmte Holzfass auf Floreana auf, welches noch heute als Postamt dient und der Post Office Bucht Ihren Namen gab.

Der erste Einwohner der Galapagosinseln war 1807 der Ire Patrick Watkinsk, der hier freiwillig oder unfreiwillig ausgesetzt wurde und zwei Jahre auf der Insel Santa Maria lebte. Er ernährte sich von den Früchten der Insel und betrieb Handel mit den vorbeikommenenden Schiffen, indem er die Früchte gegen Rum tauschte. Eines Nachts gelang es ihm dann mit einem Schiff nach Guayaquil zu fliehen.

Am 12.02.1832 wurden die Galapagosinseln dem ecuadorianischen Staatsgebiet durch den Coronel Ignacio Hernandez einverleibt. General Villamil wurde erster Gouverneur der Insel. Seine eigentliche Aufgabe war es aber nur, die Kolonie aus ehemaligen, aufständischen Soldaten auf Floreana zu überwachen. In den nächsten Jahren kamen nur wenige Siedler nach Galapagos und die Inseln wurden vorwiegend als Standort für Strafkolonien genutzt. Die letzte schloss 1859 auf Isabela.

Der berühmteste Besucher der Galapagosinseln war Charles Darwin, der hier 1835 mit der Beagle anlandete und Proben für seine Evolutionstheorie nahm.

100 Jahre nachdem die Galapagosinseln Ecuador zugesprochen wurden, 1932, kam die deutsche Familie Wittmer auf die Inseln um auf Floreana ein von der Zivilisation abgeschiedenes Leben zu führen. Die Erben leben noch immer auf Floreana.

1934 wurden einige der Inseln zu Wildreservaten erklärt, um dann 1959 97% des Archipels zum Nationalpark zu erklären. 1986 wurde Galapagos außerdem zu Meeresschutzgebiet.

Der organisierte Tourismus begann in den 60er Jahren.        


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