Die Cuyabeno Lodge – vier einzigartige Tage im Cuyabeno Wildreservat

Während unserer Ecuador Rundreise verbrachten wir vier Tage im Cuyabeno Wildreservat mitten im Dschungel von Ecuador. Die Cuyabeno Lodge liegt versteckt an der Laguna Grande des Cuyabeno Wildreservats und ist nur mit dem Kanu erreichbar. Ecuador Dschungel - Cuyabeno

Von Quito ging es am Samstagmittag mit dem Flugzeug nach Lago Agrio, der größten Stadt im ecuadorianischen Amazonasbecken und ca. 20 Kilometer entfernt von der Grenze zu Kolumbien. In Lago Agrio wurden wir von einem Reiseleiter der Cuyabeno Lodge, die eine der ersten Ökolodges im Cuyabeno Wildreservat war, empfangen und mit einem Kleinbus fuhren wir zum ca. zwei Stunden entfernten Eingang des Cuyabeno Wildreservats am gleichnamigen Fluss. Nach dem wir uns erstmal dünnere Klamotten angezogen haben, da es hier doch sehr viel heißer ist als in Quito, stiegen wir in motorisierte Kanus um und fuhren weitere zwei Stunden über den Cuyabeno Fluss in die Laguna Grande. Unterwegs hatten wir schon das große Glück Affen beobachten zu können.

In einem Baum über unseren Köpfen tummelten sich kleine scharze Affen, die wir hervorragend sehen konnten. Gegen frühen Abend kamen wir an der Cuyabeno Lodge an und nachdem wir uns mit einem fruchtigen Saft erfrischt haben, konnten wir unsere Zimmer beziehen. Cuyabeno Wildreservat - Ecuador Jeweils zwei Zimmer sind in einer Cabaña mit seperaten Eingängen. Die Cabañas sind aus Holz gebaut und haben keine Glasfenster. Zum Schutz gegen die Moskitos hängen über den Betten Moskitonetze und vor den Fenster Bambus-Rollos, die  je nach Belieben hoch oder runtergelassen werden können. Die neuen Cabañas verfügen über gefließte Badezimmer, die aber auch keine Glasfenster haben, so dass man das Gefühl hat im Freien zu duschen. Ein tolles Erlebnis! Abends und nachts wird man von den Geräuschen des Dschungels in den Schlaf geleitet und auch das ein oder andere kleine Tier stattete uns in unserer Cabaña einen Besuch ab. So besuchten uns wunderschön funkelnde Käfer, ein kleiner Gecko und natürlich ein paar Motten. Aber durch unser Moskitonetz waren wir nachts gut geschützt und es gab keine unangenehmen Überraschungen! Ein großer Vorteil der Cuyabeno Lodge ist, dass es hier nicht viele Moskitos gibt, was an der direkten Lage an der Laguna Grande liegt. Während der Trockenzeit ist in der Lagune kein Wasser und zu dieser Zeit wachsen viele Pflanzen innerhalb der Lagune. Wenn der Regen wieder einsetzt füllt sich die Lagune mit Wasser und die Pflanzen, die nicht überleben, werden kompostiert. Hier durch werden Gase freigesetzt die die Moskitos nicht mögen und deswegen die Lagune Grande eher meiden. Auch dass das Wasser schwarz erscheint, ist auf die Kompostierung zurückzuführen. Die Cuyabeno Lodge gewinnt ihren Strom über Solarzellen, so dass wir am Abend und in der Nacht elektrisches Licht hatten. Cuyabeno Lodge - Dschungel LodgeTrotzdem war es gut eine Taschenlampe zu haben, da es abends und nachts sehr dunkel im ecuadorianischen Regenwald ist und die Wege von der Gemeinschaftscabaña zu unsere Cabaña ohne Taschenlampe schwierig geworden wären. Zum Frühstück, Mittag- und Abendessen trafen sich alle Gäste in der Gemeinschaftscabaña und wir aßen zusammen an einem großen Tisch, so dass man das schöne Gefühl hatte, eine große Familie zu sein. So haben wir viele nette andere Reisende kennen gelernt und konnten uns mit ihnen über unsere tollen Erfahrungen und Erlebnisse in Ecuador und während unseres Aufenthaltes in Cuyabeno austauschen.
In den vier Tagen in der Cuyabeno Lodge unternahmen wir verschiedene Exkursionen im Cuyabeno Wildreservat, angefangen mit einem kleinen Rundgang durch den trockenen Teil des Reservats, denn der größte Teil des Cuyabeno Regenwaldes ist geflutet und nur mit Kanus erkundbar. Hier bekamen wir schonmal einen guten Überblick über die vielfältige Flora des Cuyabeno Wildreservats. Tiere sahen wir während des Rundgangs keine, aber unsere Naturführerin erklärte uns, dass es sehr selten ist, während der Rundgänge zu Fuß Tiere zu sehen. Ausgenommen während unserer Nachtwanderung durch den Dschungel,Cuyabeno-Nachtwanderung da haben wir viele verschiedene Tiere gesehen. Sehr beeindruckend waren die riesigen Spinnen, die wir aus nächster Nähe beobachten konnten! Super war auch unser Besuch bei einer Familie der Gemeinschaft der Sionas. Hier wurde uns gezeigt wie Fladen aus Yucca tradtionell hergestellt werden. Wir gingen auf die Yuccaplantage der Familie und gruben die Wurzeln der Yuccapalme aus, aus denen später dann das Yuccamehl hergestellt wird. Total interessant war, dass die Besitzerin, nach dem sie die Wurzeln ausgegraben hat, ein Stück Ast einfach wieder in den Boden gesteckt hat und mit Erde bedeckt hat. So wächst an der Stelle ganz einfach eine neue Yucca-Palme und die Wurzeln können in acht bis neun Monaten wieder geerntet werden. Nach der Ernte werden die Wurzeln von ihrer Schale befreit und gewaschen, anschließend werden sie klein gerieben. Die Masse aus klein geriebenen Wurzeln wird in eine Bambusmatte eingedreht um den Saft herauspressen zu können. Wenn der Saft vollständig herausgepresst wurde, hat man das fertige Yuccamehl für den Fladen. Das Mehl wird auf eine Platte, die im Feuer liegt, gegeben und verteilt. Die Platte und die Art wie das Mehl verteilt wird erinnerte uns an die Zubereitung eines Crepes. Nach wenigen Minuten war der Yucca-Fladen fertig gebacken und konnte gegessen. Mit ein wenig Aji und Thunfisch einfach lecker! Ein weiterer Höhepunkt des Besuchs bei der Familie, war deren Haustier. cuyabeno - siona gemeinschaftEin kleiner neugieriger Affe, der gar nicht scheu war. Immer wieder sprang er auf unsere Arme und versuchte uns die Sonnenbrillen und Ohrringe zu stehlen. Meinen Ohrring hat er dann auch erwischt und verschwand damit auf dem Baum!
Das Cuyabeno Wildreservat ist außerdem für seine große Vogelvielfalt bekannt und davon konnten wir uns persönlich überzeugen. Während unserer Ausflüge in die Umgebung der Cuyabeno Lodge sahen wir die verschiedensten Vögel, wie Papageien, Kormorane und viele kleine bunte Vögel. Auch auf die Delphine und Piranhas, die in der Lagune leben, konnten wir einen Blick werfen. Die Piranhas halten sich zum Glück in versteckten Ecken der Lagune auf, da die Vorstellung zwischen den Piranhas schwimmen zu gehen, nicht so prickelnd war. Aber das Bad in der Lagune Grande war einfach herrlich erfrischend und auch Piranha-frei!
Es waren superschöne vier Tage in der Cuyabeno Lodge im Cuyabeno Wildreservat im Dschungel von Ecuador und wir möchten uns bei allen bedanken, die diesen Aufenthalt so unvergesslich gemacht haben! Vor allem bei Suleima, unserer Naturführer, möchten wir uns nochmal dafür bedanken, dass sie uns so viele fantastische Einblicke in die Regenwald-Welt ermöglicht hat!


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