Zwei Tage im Nebelwald in Mindo

Auf unserer Ecuador Rundreise besuchten wir den fantastischen Nebelwald von Mindo. Am Morgen ging unsere nicht ganz zweistündige Fahrt mit dem Auto nach Mindo los. Wir waren sehr gespannt auf die andere Vegetation im Nebelwald und die vielen Kolibris. Über 160 Vogelarten wurden registriert und es werden immer noch neue Arten entdeckt! Mindo hat ein sehr angenehmes Klima, da es noch relativ hoch auf 1.200m Höhe liegt und wir genossen die Wärme als wir uns im Ort ein Plätzchen zum Mittagessen suchten. Sehr lecker und trotzdem günstig ist das Restaurant „El Chef“ an der Hauptstraße in Mindo! Nachdem wir uns gestärkt hatten, wollten wir unser erstes Abenteuer erleben und es ging mit dem Auto ein paar Kilometer über eine Schotterstrecke bergaufwärts zum Canopy! Es gibt dort verschiedene Anbieter, aber wir entschieden uns für die zertifizierte Variante und los ging es! Zuerst bekamen wir Helm, Handschuhe und die Sicherheitsgurte und am Start des ersten Seiles eine kurze Einführung, wie wir uns halten sollen und wie man bremst. Das erste Seil war schon sehr beeindruckend. Es war fast 500m lang und ein großes Stück über den Baumwipfeln! 

Aber wir dachten einfach nicht darüber nach und rutschen drauf los. Immer ein Begleiter voran um uns aufzufangen und vom Seil ab zu machen und der andere hinterher um alle sorgfältig zu befestigen. Wir fühlten uns sicher und einige machten auch Kunststückchen wie „Superman“ und den „Schmetterling“, an dem man kopfüber am Seil hängt! Insgesamt hatten wir eine Strecke von ca. 2650m zu bewältigen und 13 Seile dafür zu Verfügung. Zwischen den Seilen musste man natürlich ein bisschen gehen und konnte gleichzeitig die Pflanzenwelt bestaunen und viele Tiere hören. Ein bisschen anstrengend aufgrund der feuchten Wärme war es allerdings schon, außerdem zitterten ja doch ein wenig die Knie obwohl es riesigen Spaß macht und man so viel von oben sieht! Die Aussicht ist einfach umwerfend und auch für meine Schwester, die eigentlich Höhenangst hat, total schön und machbar.

Schussfahrt am Seil

Anschließend hatten wir noch nicht genug gesehen und fuhren zu „Mindo lindo“. Dies ist ein Grundstück eines deutsch-ecuadorianischen Ehepaars außerhalb von Mindo, das über 50 verschiedene Kolibriarten zählt und auch kleine Führungen durch die Vegetation anbietet. Zuerst bestaunten wir die vielen Kolibris an den Tränken und entdeckten auch einen Tukan auf einem Baum. Nachdem wir die Vögel bestaunt haben, die regelrecht in der Luft schweben und so schnell fliegen, ging die Führung durch den Wald los. Uns wurde viel zu den einzelnen Pflanzen erklärt und wir bekamen auch einige Insekten zu sehen. Zum Schluss entspannten wir bei einem Tee auf der Terrasse, wo sich der Tukan nur einen Meter entfernt vor uns setzte um eine Banane zu fressen. Am Abend ging es zurück in unsere gemütliche Lodge Sachatamia und ab zum Swimmingpool um zum Entspannen. Diese nette Lodge liegt ein wenig außerhalb von Mindo, aber wunderschön mitten in der Natur gelegen. Am Sonntagmorgen fuhren wir wieder die gleiche Strecke hinauf wie zum Canopy um die Wasserfälle zu besuchen. Die Tour startete an einer „Seilbahn“, einem offenen Kasten, der oben und unten an Seilen befestigt war und uns motorbetrieben zur anderen Seite brachte. Wieder eine kleine Herausforderung, denn wir befanden uns wieder ziemlich hoch oben. Aber man konnte natürlich auch wieder die Aussicht auf den dichten Wald genießen! Auf der anderen Seite angekommen ging die Wanderung los. Die Strecke ist ein wenig anspruchsvoll, denn es geht bergauf und –ab, teils mit und teils ohne Stufen, über wackelige Holzbrücken, an dem auch mal ein Brett fehlt und wenn man mag, kann man auch bei dem großen Wasserfall durch das Wasser waten und sich an einem Felsen per Seil zum Weg hoch ziehen. Jedoch hört dort an einem kleinen Aussichtspunkt der Weg auf und man muss umkehren. Bei den ersten Wasserfällen sollte man die Chance nutzen um sich ein wenig im Wasser abzukühlen, denn man kommt schon ein wenig ins Schwitzen. Unterhalb des Startes befindet sich ein Weg in die andere Richtung zu einem weiteren, der insgesamt fünf Wasserfälle, an dem sich oberhalb auch ein Becken befindet, in dem man baden kann, denn die Strömung ist oft so stark, dass man an diesem Wasserfall nicht baden kann. Damit näherte sich das Ende der Tour und wir gingen zur Seilbahn hoch, die uns wieder zum Auto zurück brachte. Insgesamt benötigt man für die Strecken zu den verschiedenen Wasserfällen um die zwei Stunden, je nachdem wie viel Zeit man an den einzelnen Wasserfällen verbringt.

Nun wollten wir noch die vielen Schmetterlinge, für die Mindo bekannt ist, sehen! Also führte uns unser Weg zum Mariposario „Mariposas de Mindo“, wo wir zuerst eine kleine Einführung bekamen, in der uns die verschiedenen Wachstumszustände demonstriert wurden. Danach konnten wir uns in dem Haus frei bewegen und die vielen verschiedenen Schmetterlingsarten in allen Farben und Größen bewundern. In dem Haus befindet sich eine kleine Gartenanlage mit Teichen und verschiedenen Pflanzen und Blumen, die für die Schmetterlinge interessant sind. Der Abend rückte näher und wir fuhren wieder zurück nach Quito. Allerdings nutzen wir dazu nicht den gewöhnlichen Weg, sondern die „EcoRuta“. Diese ist 80 Kilometer lang und führt durch verschiedene Vegetationen. Zunächst noch durch den Nebelwald immer weiter bergauf, vorbei an kleinen Wasserfällen, steilen Abhängen, und atemberaubender Landschaft, bis man zum Schluss über den Pichincha Quito erreicht und einen wunderschönen Ausblick auf die Weite der Stadt hat.

Schmetterlinge in Mindo

Mit diesem fantastischen Ausblick auf Quito endete unser Ausflug nach Mindo, mit neuen Erfahrungen und Erlebnissen durch das Canopy und die Besuche der Wasserfälle, Kolibries und Schmetterlinge in Mindo. Und diese absolut unterschiedliche Landschaft im Gegensatz zu Quito beeindruckt einfach! Ecuador hat auf kleiner Fläche einfach unwahrscheinlich viel zu bieten.


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