Rundreise in Südamerika - Venezuela Expedition - 17 Tage
 
Eine Bootsreise auf dem oberen Orinoco und auf dem Casiquiare, eines der Hauptziele Alexander von Humboldts während seines Aufenthalts in Venezuela, ist mehr als eine beliebige Exkursion – sie hat schon deutlich Expeditionscharakter. Nicht allein wegen der Länge der Tour, sondern vor allem aufgrund der besonderen Umstände dieser Fahrt: Ein großer Teil der Route verläuft fern von bewohnten Gebieten, und wir sind völlig auf unsere eigenen Möglichkeiten und Hilfsquellen angewiesen.
Von allen Touren, die wir anbieten, ist diese sicherlich die außerordentlichste. Während der gesamten Reise werden wir zahlreiche ungewöhnliche Erfahrungen machen, Landschaften von unglaublicher Schönheit erleben und in die Tiefen der unberührten Natur eintauchen. Diese Tour ist gleichzeitig eine der härtesten, die wir im Programm führen, sowohl wegen der klimatischen Bedingungen und der natürlichen Gegebenheiten, wie auch auf Grund des weitgehenden Verzichts auf die gewohnten Annehmlichkeiten der Zivilisation. Wir haben uns trotzdem darum bemüht, die Schwierigkeiten für den Reisenden, so weit es eben geht, in Grenzen zu halten und die Reise so angenehm und bequem wie möglich zu gestalten. Dank unserer guten Ausrüstung können wir die Mitreisenden sogar jeden Tag mit warmem Essen und kalten Getränken versorgen.
Als Fortbewegungsmittel und gleichzeitig als Basiscamp dient ein traditioneller Bootstyp der Region aus Holz, ein Einbaum (Bongo), der zu einer Falca ausgebaut und mit Dach versehen ist. Angetrieben wird das Boot von einem Außenbordmotor. Aufgrund der jeweils unterschiedlichen Bedingungen, die am Fluss in der Regen- und der Trockenzeit herrschen, kann sich der Reiseablauf in Bezug auf die Dauer der Tagesstrecken sowie die Übernachtungsorte ändern, wenn auch der Routenverlauf und die Gesamtdauer der Tour insgesamt gleich bleibt.
Darüber hinaus sind weitere fakultative Ausflüge auf dieser Route möglich: die Fahrt auf verschiedenen kleinen Flüssen, die in den Hauptstrom münden, oder die Verlängerung des Aufenthalts in den Indianersiedlungen, die wir besuchen. Der folgende Plan kann, wie es bei einer solchen Expedition nicht anders zu erwarten ist, lediglich als eine allgemeine Orientierung dienen.
| Überblick |
| Tag 01: |
Ankunft in Maiquetia – Caracas |
| Tag 02: |
Maiquetia – Puerto Ayacucho |
| Tag 03: |
Beginn der Flussfahrt: Isla Ratón – San Pedro |
| Tag 04: |
Isla de Castillito – San Fernando de Atabapo |
| Tag 05: |
Santa Barbara Delta – Macuruco |
| Tag 06: |
San Antonio del Orinoco |
| Tag 07: |
Bella Vista |
| Tag 08: |
Bella Vista |
| Tag 09: |
Laulau |
| Tag 10: |
El Cejal – Caño Tamatama |
| Tag 11: |
Caño Tamatama |
| Tag 12: |
Capibara |
| Tag 13: |
Pasiva |
| Tag 14: |
Porvenir |
| Tag 15: |
San Carlos de Rio Negro |
| Tag 16: |
Ende der Flussfahrt – Flug nach Puerto Ayacucho |
| Tag 17: |
Flug nach Caracas – Anschlussflug nach Hause |
Detaillierter Reiseverlauf:
Tag 01: Ankunft in Maiquetia – Caracas Ankunft im Flughafen von Maiquetia, einem kleinen Küstenort rund 25 Kilometer außerhalb von Caracas, der Hauptstadt von Venezuela. Sie werden am Flughafen empfangen und in einer kurzen Fahrt (ca. 45 Minuten) nach Caracas zum Hotel Las Americas gebracht. Das Hotel liegt im Bereich des Boulevards Sabana Grande, einer der größten und bekanntesten Prachtalleen Südamerikas, mit der typischen Mischung aus Geschäften, Kaffees und Restaurants, auf der Sie einen guten Eindruck des pulsierenden Lebens dieser faszinierenden Metropole bekommen. -/-/-
Tag 02: Maiquetia – Puerto Ayacucho Vom Hotel werden Sie zum Flughafen Maiquetia begleitet und fliegen von dort nach Puerto Ayacucho. In Puerto Ayacucho werden Sie am Flughafen von Ihrem englischsprachigen Führer empfangen und zu dem Hotel Orinoco gebracht. Nach einer kleinen Stadtbesichtigung mit Besuch des Indio-Marktes werden Sie Ihre Expedition mit dem Führer besprechen und alle Details der Reise abklären. F/-/-

Tag 03: Beginn der Flussfahrt: Isla Ratón – San Pedro Transfer zum eine Stunde entfernten Flusshafen Samariapo, wo Sie Ihr Boot beladen und ausbalancieren werden. Beginn der abenteuerlichen Flussfahrt auf dem Orinoco. Sie machen einen kurzen Zwischenstop auf der wunderschönen Isla Ratón und besuchen indianische Ortschaften auf der Strecke. Am späten Nachmittag erreichen Sie San Pedro, ein typisches Dorf der Piaroa-Indianer, in dem Sie übernachten werden. F/M/A
Tag 04: Isla de Castillito – San Fernando de Atabapo Fortsetzung der aufregenden Bootstour. Sie passieren die berühmte Isla de Castillito, ein Naturdenkmal, das bereits von Alexander von Humboldt in seinem Reisebericht erwähnt wurde und erreichen San Fernando de Atabapo, gelegen am Zusammenfluss von Orinoco, Guaviare und Atabapo. Besuch des idyllischen Örtchens und Bademöglichkeiten in den schwarzen Wassern des Río Atabapo. Übernachtung in San Fernando de Atabapo. F/M/A
Tag 05: Santa Barbara Delta – Macuruco Sie setzen Ihre Fahrt mit dem Boot fort und besuchen auf der Strecke einige Indiodörfer. Schließlich erreichen Sie das Delta von Santa Barbara an der Einmündung des Río Ventuari in den Orinoco, wo fast dreihundert Inseln und unzählige Kanäle entstanden sind. Übernachtung in Macuruco, einem Dorf oberhalb des Ventuari-Deltas. F/M/A
Tag 06: San Antonio del Orinoco Es geht weiter stromaufwärts, immer mit Blick auf den Cerro Yapacana, der von dem gleichnamigen Nationalpark umgeben ist. An der Mündung des Caño Yagua machen Sie einen Zwischenstop zum Baden, Angeln oder um einen kurzen Spaziergang auf der Suche nach Resten des längst verfallenen Dorfes Yagua zu unternehmen. Übernachtung in San Antonio del Orinoco. F/M/A
Tag 07: Bella Vista Von hier ab wird der Fluß allmählich schmaler, und die Siedlungen der Indianer liegen immer weiter voneinander entfernt. Langsam gelangen Sie in die unberührten Regionen, in ein Gebiet, das kaum von Menschen bereist wird. Übernachtung in Bella Vista, einer Gemeinde der Piaroa-Indianer. F/M/A
Tag 08: Bella Vista Zusammen mit den Einwohnern von Bella Vista werden Sie den Urwald erkunden. Ob Sie zum Cerro Pelado mit seiner traumhaften Aussicht über hunderte Hektar Urwald oder in die Lagune von Cariche, oder einfach nur zu den Conucos, den Pflanzungen der Indianer aufbrechen, hängt von der Jahreszeit und Ihren Interessen ab. Übernachtung in der Casa de Cultura von Bella Vista. F/M/A
Tag 09: Laulau Ihre Reise führt weiter stromaufwärts bis nach Laulau, einem Dorf der Baniva-Indianer. Eine ungefähr einstündige Wanderung durch den Dschungel führt Sie zu einem paradiesischen Wasserfall, in dessen kristallklarem Wasser Sie ein erfrischendes Bad nehmen können. Übernachtung in Laulau. F/M/A Tag 10: El Cejal – Caño Tamatama Fahrt an der Einmündung des Río Cunucunuma vorbei und weiter bis El Cejal, einem Dorf der Yanomami-Indianer. In der Ortschaft können Sie typisches Kunsthandwerk und eventuell auch Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie Bogen, Pfeile und Kanupaddel erstehen. Weiterfahrt, vorbei an der Abzweigung des Casiquiare aus dem Orinoco, nach Caño Tamatama, einem Piaroa-Dorf, das stark unter dem Einfluß der nahegelegenen Missionsstation steht. Übernachtung im Dorf. F/M/A
Tag 11: Caño Tamatama Heute steht eine Fahrt mit einer Curiara (kleiner Einbaum) auf dem Caño Tamatama auf dem Programm. Egal ob Sie nun die Petroglyphen am Oberlauf besichtigen (Motor notwendig) oder einfach nur unter dem grünen Blätterdach hindurchpaddeln, um die einzigartige Regenwaldflora und Tierwelt des Dschungels zu betrachten, Sie werden auf jeden Fall das unbeschreibliche Gefühl genießen können, abseits jeglicher Zivilisation in den Tiefen der tropischen Wälder zu sein. Übernachtung in Caño Tamatama. F/M/A
Tag 12: Capibara Nun geht die Reise weiter auf dem Casiquiare. Man hat den Eindruck, sich noch einmal ein bißchen mehr von der Zivilisation zu entfernen. Nach ca. 200 km erreicht man Capibara, ein ehemaliges Kautschuk-Dorf, welches vor einigen Jahren von den letzten der ehemals 800 Einwohnern verlassen wurde. Übernachtung in den noch gut erhaltenen Hütten von Capibara. F/M/A Tag 13: Pasiva Einige Stunden den Fluss abwärts fahrend, gelangen Sie zum Pasiva, dessen traumhafte Lagunen zu einer Spazierfahrt einladen und Ihnen auch einen Platz zum Schlafen bieten werden. F/M/A
Tag 14: Porvenir Heute geht es weiter Richtung Rio Negro, um in der Gegend des Rio Siapa eine Yanomami-Gemeinde zu besuchen. Dabei werden Sie einige Geschenke austauschen und eine Kultur, die sich so sehr von der Unseren unterscheidet, hautnah kennenlernen. Übernachtung in Porvenir, einer Gemeinde der Yeral-Indianer. F/M/A
Tag 15: San Carlos de Rio Negro Letzte Etappe auf dem Casiquiare, vorbei an der Mündung des Pasimoni, den Stromschnellen von Yacame und der sagenumwobenen Felsformation Kurimacare. Am Nachmittag erreichen Sie den Zusammenfluss von Casiquiare und Guainia, von hier an heisst der Fluss Rio Negro. Übernachtung in San Carlos de Rio Negro. F/M/A
Tag 16: Ende der Flussfahrt – Flug nach Puerto Ayacucho Nach zwei Wochen auf dem Bongo endet heute Ihre abenteuerliche Reise. Bevor Sie zum Flughafen aufbrechen, haben Sie noch Zeit, das Städtchen San Carlos zu erkunden. Ende der Expedition und Flug nach Pto. Ayacucho und Transfer zum Hotel Orinoco. F/-/-
Tag 17: Flug nach Caracas – Anschlussflug nach Hause Sie werden zum Flughafen begleitet und fliegen nach Caracas. Hier werden Sie am Flughafen empfangen und werden zu Ihrem Anschlussflug zurück in Ihre Heimat begleitet. F/-/-
F: Frühstück / M: Mittagessen/ A: Abendessen
Hinweis: Alle unsere Reisen verstehen sich als Vorschläge und können individuell ausgearbeitet sowie nach Ihren Wünschen zusammengestellt werden.

| Preise 2010 pro Person: |
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17 Tage |
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| Mit 4 Teilnehmern: |
3.325 €
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Im Preis inbegriffen: Hotels in Caracas (4 Sterne) und Puerto Ayacucho (1 Stern), Mahlzeiten laut Programm, auf der Expedition englischsprachige Führung und Unterbringung in Hängematten mit Moskitonetzen, alle Transfers mit englischsprachiger Begleitung.
Nicht im Preis inbegriffen: Internationaler Flug, Flüge Caracas – Ayacucho - Caracas und Rio Negro - Puerto Ayacucho, Einzelzimmerzuschlag, Flughafengebühr, Reiseversicherungspaket.
Hinweise Die erforderlichen Passierscheine für diese Exkursionen werden von uns besorgt. An Bord der Bongo wird ein indianischer Steuermann sein, der die Flüsse und die indianischen Siedlungen der Region genaustens kennt.
Es wird empfohlen, für Hitze angemessene Kleidung mitzunehmen: Badesachen, kurze Hosen und leichte T-Shirts für die Fahrt, lange Hosen und langärmelige, helle Hemden für die Ausflüge in den Urwald. Außerdem Tennisschuhe oder ähnliche Schuhe, die schnell trocknen, Mütze oder Hut, Insektenschutzmittel, Regenponcho, ein Taschenmesser und eine Taschenlampe mit zusätzlichen Batterien. Der weitere Teil der Ausrüstung wie Kochgeschirr etc. wird von uns gestellt.
Der angegebene Routenverlauf kann gemäß den Wünschen der Reisenden verändert, der Aufenthalt an jedem der beschriebenen Orte verlängert oder verkürzt werden.
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